Westfalenpost 02.09.2002 / LOKALAUSGABE / OLPE

Gänsehals mit Ruck vom Galgen gerissen

Drolshagen. (toni) Schon nach kurzer Zeit brach der erste große Jubel der zahlreichen Besucher beim Gänsereiten in Bühren aus. Der erste Gewinner eines Gänsegutscheines trabte mit passender Geschwindigkeit über die abgesteckte Bahn und riss den Gänsehals mit einem Ruck vom Galgen.
Weitere fünf Teilnehmer machten es in dem zweistündigen Wettbewerb nach, wobei sich nicht jeder der mutigen Reiter auf dem Pferd halten konnte, da es durch fehlenden Sattel und die Höhe des Galgens erschwert wurde.
Die offizielle Übergabe durch den ersten Vorsitzenden, Hans-Jürgen Feibel, an die Gewinner Peter Steinhohoff (Theten), Meinolf Siepe (Attendorn), Andreas Breuer (Drolshagen), Stefan Neu (Eichhagen), Katja Meier (Frenkhausen), Hubertus Hahn (Neger) fand im Festzelt statt.
Eine noch nie zuvor erreichte Teilnehmerzahl von 27 Reiter und Reiterinnen überaschte den Veranstalter, den St.- Georg Reiter- und Heimatverein Bühren.
Im Jahr 1988 machte der OKD erstmalig dem Gänsereiten ein Ende. Im Gegensatz zu heute wurde an echten, geschlachteten Gänsehälsen gezogen; da sich dieses allerdigs gegen das Tierschutzgesetz richtete, welches verbietet Wirbeltiere grundlos zu töten, führte man das moderne Gänsereiten der Neuzeit ein.
Fast alle Besucher finden dieses Gänse-Attrappenreiten viel schöner, hygenischer und besser.

 

Bündnis für Tierrechte

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