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Gänseköppen
in Dortmund Kurl nun ohne Tierleid
Vermutlich
kennen Sie es durch die Presseberichte und vor allem durch die Gegen-
Demonstrationen:
Das Gänsereiten in Essen und Bochum.
Hierbei werden zuvor hierfür getötete Gänse an den Füßen
aufgehängt und Reiter zu Pferde versuchen die Gänseköpfe
abzureißen.
In kultivierten Gegenden verabscheut man solch eine Leichenfledderei,
in Bochum wird diese ausgiebig als Gänsereiten gefeiert. Sogar einige
Politiker und Kirchenoberen finden hieran nichts Schlimmes und fröhnen
diesem Treiben ausgiebig.
Das als modern und fortschriftlich gepriesene Ruhrgebiet versucht sich
als innovativer Olympia- Standort und High- Tech Region darzustellen und
ist zumindest in Bochum und Essen noch nicht einmal über das Mittelalter
hinausgekommen. Mit Kriegsspielen aus dem 17. Jahrhundert vertreiben sich
dort die selbstgefälligen Brauchtums- Anbeter die Zeit.
In anderen Städten hat man sich von solchen perversen Traditionen
freigemacht und feiert nun Feste auf friedfertige Art, ohne Tiere dabei
zu töten oder zu quälen.
In Dortmund gab es das sogenannte Gänseköppen, dessen Prozedere
dem Gänsereiten ähnlich ist. Eine tote Gans wurde an den Füßen
aufgehängt und "gestandene Männer", deren Augen verbunden
wurden, versuchten mit einem Holzschwert den Kopf der Gans abzuschlagen.
Tolldreist und todesmutig müssen sie wohl gewesen sein, die Männer,
die sich in den Kampf mit einer toten Gans wagten und dabei ihr Leben
riskierten. Ja es muß eine besondere Sorte Mensch gewesen sein,
die dieses Spektakel über 70 Jahre betrieben hat.
Doch
auch solche Menschen können sich ändern. Nach Aufforderung durch
den verantwortungsbewusst handelnden Ordnungsamtsleiter der Stadt Dortmund
musste das Gänseköppen mit Tieren aufgegeben werden. Nachdem
nun der Tierschutz ins Grundgesetz aufgenommen worden ist, ist es auch
an der Zeit über verkrustete und längst überfällige
Riten nachzudenken. Der Ordnungsamtsleiter hält das Gänseköppen
für nicht mehr zeitgemäß und nicht vertretbar. Auch mit
Rücksicht auf den Schutz der Kinder hat er das Gänseköppen
untersagt.
Und deshalb wurde im Jahr 2002 das Fest zum erstenmal mit Attrappen durchgeführt.
Für diesen tollen Erfolg möchten wir uns bei dem Ordnungsamtsleiter
aus Dortmund bedanken. Mit seinem tierfreundlichen Vorgehen hat er einem
skurrilen Treiben ein Ende gesetzt.
Und
im tiefsten Sauerland, in Bühren, gibt es ein Beispiel, dass auch
das Gänsereiten auf tierfreundliche Art durchgeführt werden
kann. Dort, weit abgeschieden von Olympia und High- Tech Standort - Träumen,
wird das nach eigenen Worten fortschrittlichste Gänsereiten der Neuzeit
abgehalten.
Nach diesen positiven
Zeichen aus Dortmund und Bühren, hoffen und fordern wir, dass ein
solches Verbot des Gänsereitens auch in Bochum und Essen erlassen
wird.
Es geht darum Tiere und Kinder vor Gewalt und Gewaltverherrlichung zu
schützen.
Kopf ab ------ nein danke.
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