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Bündnis für Tierrechte Bochum Bochum – Kulturhauptstadt der Kopf- Abreisser Während die Stadt Essen ihrem Bekunden, als Kulturhauptstadt des Ruhrgebietes würdig zu sein, auch Taten folgen ließ und den barbarischen Brauch des Gänsereitens unterbunden hat, werden in Bochum weiterhin Köpfe abgerissen. Allen voran nimmt auch der Oberbürgermeister Stüber an den
Rosenmontags- Veranstaltungen der sogenannten Gänsereiter teil. Für
den Oberbürgermeister Bochums zählt das Kopf- Abreissen zu den
kulturellen Höhepunkten des Jahres. Dieses von mordlustigen Söldnern
eingeführte mittelalterliche Kriegsspiel, wird in Bochum seit Jahrhunderten
als Volksbelustigung betrieben. Welche Art von Kultur wird den Menschen mit solch einer Veranstaltung wohl vermittelt? Schlimm genug, daß Politiker, hochgestellte Persönlichkeiten und Erwachsene diesem schaurigen Treiben beiwohnen, aber in vorderster Reihe stehen Jugendliche und Kinder und sehen ihren großen Vorbildern beim Kopf abreissen zu. Wo bleibt das Mitgefühl unseren Mitgeschöpfen und Schwächeren gegenüber? Bochum feiert Gewalt als kulturellen Höhepunkt und will mit dieser Tradition zu der Kulturhauptstadt des Ruhrgebietes gewählt werden. Nicht auszudenken wäre es, wenn Bochum als Kulturhauptstadt die ganze Region lächerlich machen würde. Stück für Stück wird In ganz Europa der würdelose Umgang mit den Mitgeschöpfen und mit Schwächern abgeschafft, und in der Vorzeigestadt würden mittelalterliche Riten gepflegt und Gewalt verherrlicht. Als Gipfel der Perversion werden in Bochum aber auch Kinder zu Kopf- Abreissern gemacht. Beim sog. Kindergänsereiten werden Kinder ab sieben Jahren zum Kopf- Abreissen animiert. Und dieses respektlose Verhalten haben sich nicht einmal die Menschen im Mittelalter getraut, nein, dies ist erst in der Neuzeit in Bochum eingeführt worden. Gerade die jüngsten Übergriffe von Kindern und Jugendlichen auf ihre Mitschüler verdeutlichen, wie fahrlässig es ist, Gewalt- Darbietungen zu verharmlosen. Wenn beim Gänsereiten die Gewalt unter Gejubel und Gegröle verherrlicht wird, wird sich auch bei den anwesenden Kindern ein Gewaltmuster im Kopf festsetzen. Nachdem aktuell zahlreiche sozial engagierte Bochumer Gruppen wie dem Bochumer Friedensplenum, dem Kinderschutzbund und weiteren Friedensgruppen sowie Künstlern und Personen des öffentlichen Lebens ein Verbot des Gänsereitens gefordert haben, wird es höchste Zeit, dieses Spektakel mit hierfür getöteten Tieren abzuschaffen. Der erste und vermutlich einzige künstlerische Aspekt des Gänsereitens liegt darin, dieses abzuschaffen und durch eine würdige Kulturveranstaltung, die den Namen auch verdient, zu ersetzen.
Erläuterung: Bündnis für Tierrechte Bochum
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