Bündnis für Tierrechte Bochum


Pressemitteilung - 27.01.04

Tierrechtler übergeben 2500 Unterschriften an Bürgermeisterin Gabriele Riedl und
fordern von der Stadt Bochum ein Verbot des Gänsereitens

”Grausamkeit gegenüber Tieren geht nahtlos in Grausamkeit gegen Menschen über.”
(Friedensforscher Robert Jungk).

Vor dem Hintergrund dieser Erkenntnis fordern die Mitglieder des Bündnis für Tierrechte die Stadt Bochum auf, das Gänsereiten zu Karneval in Bochum- Wattenscheid zu verbieten.

Nachdem in den Nachbarstädten Essen und Dortmund die Gänsereiter- bzw. Gänseköpp- Veranstaltungen im letzten Jahr durch die Verwendung von Attrappen „entschärft“ wurden, sollte Bochum endlich diesen Brauch ganz beenden.
„Außer den Gänsereitern selber sind fast alle Bochumer Bürger über eine derartige Gewaltdarstellung empört.“ So Traudl Helfrich vom Bündnis für Tierrechte. „In einer modernen Gesellschaft hat niemand Verständnis dafür, dass öffentlich und in Anwesenheit von Kindern Tierkörper zerfleddert werden.“

Dass eine breite Schicht der Bevölkerung ein Verbot des Gänsereitens unterstützt, belegen 2500 Unterschriften, die am Mittwoch, 28.01.04, im Bochumer Rathaus übergeben wurden. Bürgermeisterin Gabriele Riedl von der Fraktion Die Grünen im Rat hat die Unterschriften entgegen genommen und wird sie an die zuständigen Stellen weiterleiten.

Bereits in der vergangenen Woche haben das Bochumer Friedensplenum und der Kinderschutzbund sowie weitere Friedensgruppen und Personen des öffentlichen Lebens ein Verbot des Gänsereitens gefordert.

Traudl Helfrich unterstreicht ausdrücklich, dass nach der Aufnahme des Tierschutzes ins Grundgesetz endlich Konsequenzen gezogen werden müssen. Toten Tieren zur Volksbelustigung den Kopf abzureißen, verstößt gegen das Tierschutzgesetz. Auch wenn behauptet wird, die Tiere würden nach der Gänsereit- Veranstaltung gegessen, ist der Hauptgrund für die Tötung der Tiere die Volksbelustigung.

Bloßes Entsetzen ruft bei den Tierrechtlern das ebenfalls alljährlich durchgeführte Kindergänsereiten hervor. „Dass sogar Kinder dazu angehalten werden, den Gänsen die Köpfe abzureißen, ist einfach nur pervers.“ Die Tiere werden getötet und die Kinder zu Gewalt erzogen.
Die natürliche Verbundenheit und Zuneigung zwischen Kindern und Tieren werde hierbei ausgehöhlt.

Bündnis für Tierrechte Bochum
Schwindstr. 3
44795 Bochum
Email: tierrecht @gmx.de
Internet: www.tierrechtsnetz.de

Bündnis für Tierrechte

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